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Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln
Integration in den Arbeitsmarkt (c) Erzbistum Köln/Hirschbeck

Integration in Arbeit

Integration in den Arbeitsmarkt

Arbeit ist ein Menschenrecht und zugleich ein wichtiger Beitrag zur Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft. Die Gesetzeslage zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten ist in den letzten Jahren vielfach verändert worden. Dennoch sind erhebliche Hindernisse für eine faire Teilhabe an guter Erwerbsarbeit in Deutschland geblieben. Auch hier hilft die "Aktion Neue Nachbarn".

In zahlreichen katholischen Diensten und Einrichtungen unterstützen berufliche Fachkräfte die Integration von Geflüchteten in den Arbeit und Ausbildung mit professionellen Beratungs- und Qualifizierungsangeboten. Ihre Arbeit wird innerhalb der "Aktion Neue Nachbarn" vernetzt und mit neuen Initiativen zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements verbunden.

Jobpatenschaften
Neue Nachbarn – auch am Arbeitsplatz (c) Kirsten Reinhold, bikablo.com

„Neue Nachbarn – auch am Arbeitsplatz“ wird 6 Jahre alt!

Mit Ihnen zusammen haben wir am 6. März 2021 das bisher Erreichte gefeiert und gemeinsam einen Blick auf die Projektziele für die kommenden zwei Jahre geworfen. Hier können Sie eine Graphic Recording Dokumentation:

Online-Computerkurs Ich kann Computer!

Online-Computer-Kurs

"Ich kann Computer!" heißt der neue kostenfreie Online-Computerkurs ab Sprachniveau A2.

Handreichung für Hauptamtliche zur Peer-Gewinnung

In dieser Handreichung erhalten Sie Tipps und Ideen, wie Sie neue Ehrenamtliche und Freiwillige für Peer- und Job-Tandems gewinnen können, damit die Bewerbungsphase zum Erfolg führt. Enthalten sind sogar fertige und kostenlos nutzbare Werbeaufrufe!

Unterstützung bei der Jobsuche für Geflüchtete mit SinA

17. Juli 2020, 14:17

Corona bedeutet für die Jobsuche von Geflüchteten eine weitere Erschwernis. Das Projekt „SinA – Stark in Arbeit und Ausbildung“ hilft bei der Jobsuche!

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5 Tipps für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber

  1. Melden Sie sich beim Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit.
  2. Sie sind nicht allein! Im Internet finden Sie gute Informationen, um sich schnell zu informieren. Vor allem auf den Seiten des „Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ finden Sie viele hilfreiche Informationen und Hinweise.
  3. Die Willkommenslotsen der IHK und HWK sind darauf spezialisiert, Geflüchtete in Ausbildung zu vermitteln. Lassen Sie sich dort in die Datenbank aufnehmen.
  4. Informieren Sie sich im Internet. Unter den zahlreichen Portalen empfehlen wir Ihnen die Seiten des Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) und die Übersicht „Der Unternehmenswegweiser“ des Projektes Unternehmen Berufsanerkennung.
  5. Informationen über Praktikum, Ausbildung und Arbeitsstelle

 

Aktualisierte Übersicht über zentrale Angebote zur Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

Für die Eingliederung von jungen Geflüchteten in Deutschland sind eine erfolgreiche berufliche Qualifizierung und die Integration in den Arbeitsmarkt von grundlegender Bedeutung. Um die Transparenz über bestehende Angebote für diese Zielgruppe zu erhöhen, veröffentlicht die G.I.B. in Zusammenarbeit mit den Partnern des Ausbildungskonsenses NRW die Arbeitshilfe „Junge Geflüchtete - Übersicht über zentrale Angebote zur Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“. 

Eine neue Übersicht der Bundesagentur für Arbeit fasst Regelungen für den Zugang zu Arbeits-, Ausbildungs- und Sprachförderung für Geflüchtete nach dem Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz zusammen, die seit dem 01.08.2019 gelten.

Detaillierte Informationen zu allen Aktualisierungen sind zu der 72-seitigen Arbeitshilfe aufgeführt:
> www.gib.nrw.de/service/downloaddatenbank/junge-gefluechtete.

Die Arbeitshilfe verschafft eine schnelle Übersicht über zentrale Förderinstrumente des Landes Nordrhein-Westfalen, des Bundes und der Bundesagentur für Arbeit für die Zielgruppe „Junge Geflüchtete“.

SinA- Stark in Arbeit und Ausbildung

Vom 1.7.2019 bis 30.06.2022 unterstützt die Aktion Neue Nachbarn im Projekt SinA- Stark in Arbeit und Ausbildung ausgewiesene Arbeitslosentreffs in katholischer Trägerschaft im Erzbistum bei der Integration Geflüchteter in Arbeit- und Ausbildung. Darüber hinaus fördert die Aktion Neue Nachbarn mit diesem Projekt ein breit gefächertes, niedrigschwelliges Bildungsangebot für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung.

Interessierte Arbeitgeber sind eingeladen, sich an den fünf Standorten zu informieren.

Felicitas Esser

Projektreferentin

Diözesan-Caritasverband

5 Tipps an zukünftige Jobpatinnen und Jobpaten

  1. Werden Sie zum Dauerläufer!

    Viele Geflüchtete wollen am liebsten sofort in den Beruf einsteigen, um Geld zu verdienen. Für eine längerfristige Perspektive ist es jedoch wichtig, die beruflichen Möglichkeiten zu kennen, um nicht im Niedriglohnsektor zu verharren.

  2. Nutzen Sie Ihre eigenen Netzwerke!

    Jeder kennt jemanden, der wieder jemanden kennt. Oftmals tun sich neue Möglichkeiten und Ideen auf, wenn man über die Ziele, die man sich als Tandem gesteckt hat, spricht. Erzählen Sie in der Nachbarschaft, in der Gemeinde und im Freundes- und Bekanntenkreis von den Berufswünschen Ihres Mentees.

  3. Sprechen Sie!

    Sprache ist das A und O. Versuchen Sie so viel wie möglich, in deutscher Sprache zu erklären und zu vermitteln. Auch der Besuch eines Kurses, um die berufsspezifische Sprache zu erlernen, ist ein guter Wegbegleiter in das Arbeitsleben.

  4. Erklären Sie die deutsche Arbeitswelt!

    In vielen Ländern läuft der Arbeitsalltag anders als hierzulande. All das, was für Sie als selbstverständlich erscheint, kann für Ihren Mentees völlig fremd sein. Erklären Sie also auch die Dinge, die für Sie Routine sind.

  5. Feiern Sie auch kleine Erfolge!

    Freuen Sie sich über jeden Erfolg, den Sie zusammen im Tandem erzielt haben. Je mehr Erfolge sichtbar sind, desto größer ist die Motivation, weitere Ziele zu verfolgen.

Johanna Schneider

Projektreferentin

Fachinformationen für Jobpatinnen und Jobpaten

Mit den neusten Fachinformationen rund um das Thema Arbeitsmarktintegration Geflüchteter werden Sie hier versorgt: Auf die Bedarfe Ihrer (Peer-)Jobpatenschaft zugeschnitten, können Sie sich Übersichten und Tipps zu den Themen Arbeitsrecht Geflüchteter, Praktika, Ausbildung, Studium und Erwerbsarbeit oder Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen aus herausfiltern. Die Wegweiser beinhalten Zusammenfassungen der Inhalte in jedem der 11 Ordner.

> Ordner mit verschiedenen Fachinformationen

> Komplett-Download der Fachinformationen (ZIP-Datei, ca. 130 MB)

Praxistipps für werdende Jobpaten

Was ist wichtig für den Erfolg von Jobpatenschaften und welche Netzwerke braucht es dafür? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt die praxisorientierte Handreichung zum Projekt „Neue Nachbarn – auch am Arbeitsplatz“.

Drei Job-Tandems stellen sich vor

Willi Rauschenberg (l.) ist Jobpate für Bilal

Willi Rauschenberg, 68, aus Kaarst:

Als Willi Rauschenberg Anfang 2016 in den Ruhestand ging, suchte der frühere Geschäftsführer eines mittelständischen Betriebes eine sinnvolle Aufgabe. Er fand sie unter anderem in der Flüchtlingsarbeit und betreut inzwischen vier syrische Brüder im Alter zwischen 15 und 30 Jahren. Während es zunächst um die Vermittlung der Sprache ging, haben sich mit der Zeit ganz unterschiedliche Bedürfnisse herauskristallisiert. Für den zweitältesten der Brüder, den 21-jährigen Bilal, ist er mittlerweile zum Jobpaten geworden: Er hat ihm einen Praktikumsplatz als Friseur besorgt. Ein Handwerk, das Bilal bereits in seiner Heimat erlernt hatte. „Man muss an viele Türen klopfen und oft auch Vorbehalte überwinden“, so Willi Rauschenberg. Zugleich muss er seinen Schützlingen vermitteln, was im Arbeitsalltag in Deutschland gefragt ist.

Alfons Kelz, 66, aus Bonn:

Alfons Kelz engagiert sich seit Sommer 2014 in der Flüchtlingsarbeit. Gemeinsam mit seiner Frau beteiligte er sich zunächst an einem Begegnungscafé für Menschen, die in einer Flüchtlingsunterkunft in seiner Nachbarschaft leben. Dort musste er feststellen, dass die Besucher nicht nur Gemeinschaft suchen, sondern auch große Nöte und Sorgen mitbringen, die viel mit organisatorischen Fragen zu tun haben: Wie finde ich einen Kindergartenplatz? Wie komme ich an eine Wohnung? Wie lassen sich berufliche Perspektiven entwickeln? Hier hilft der Ruheständler, der früher bei einer Sparkasse beschäftigt war, ganz konkret bei Behördengängen oder beim Ausfüllen von Formularen. „Ich habe seither sehr viel Zeit im Jobcenter verbracht“, sagt Alfons Kelz.

Magdalena Trockel-Schroers, 56, aus Bonn:

Die selbstständige Hausverwalterin hat zunächst eine Alphabetisierungsgruppe in einem Flüchtlingsheim in ihrer Nachbarschaft angeboten. Sie betreute dort überwiegend Männer aus Afghanistan. Schnell gelangte sie zu der Frage: „Wie geht es weiter mit ihnen?“ Sie begleitete die Geflüchteten bei Besuchen im Jobcenter und anderen Behördengängen. Einem jungen Mann konnte sie so helfen, einen Platz in einer Maßnahme zur beruflichen Orientierung zu finden - einen anderen in einer internationalen Klasse am Berufskolleg unterbringen. „Es sind die Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind, denen ich gern helfen möchte“, erklärt Magdalena Trockel-Schroers ihr Engagement.

Jobpaten mit Mut, Geduld und Zeit

Überall im Erzbistum Köln helfen Jobpatinnen und Jobpaten Flüchtlingen bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Drei von ihnen berichten über ihre Erfahrungen: Was gelingt gut? Welche Herausforderungen gibt es noch?

Links für Ehrenamtliche

SinA- Stark in Arbeit und Ausbildung

Vom 1.7.2019 bis 30.06.2022 unterstützt die Aktion Neue Nachbarn im Projekt SinA- Stark in Arbeit und Ausbildung ausgewiesene Arbeitslosentreffs in katholischer Trägerschaft im Erzbistum bei der Integration Geflüchteter in Arbeit- und Ausbildung. Darüber hinaus fördert die Aktion Neue Nachbarn mit diesem Projekt ein breit gefächertes, niedrigschwelliges Bildungsangebot für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung.

Weitere interessierte Standorte in katholischer Trägerschaft sind eingeladen, an Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer zu partizipieren. 

Unterstützung bei der Jobsuche für Geflüchtete mit SinA

17. Juli 2020, 14:17

Corona bedeutet für die Jobsuche von Geflüchteten eine weitere Erschwernis. Das Projekt „SinA – Stark in Arbeit und Ausbildung“ hilft bei der Jobsuche!

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Radiobeitrag über das Projekt SinA

SinA (Stark in Arbeit und Ausbildung) zum Hören! Ein Radiobeitrag berichtete über die SinA-Projektarbeit, die die offenen Jugendberufshilfe der KJA Leverkusen macht.

Der Beitrag lief am 8. Mai 2020 auf Radio Rhein-Berg in der Sendung "Himmel und Erde".

Projekt: "Neue Nachbarn - auch am Arbeitsplatz"

Das Projekt Neue Nachbarn – auch am Arbeitsplatz in der Aktion Neue Nachbarn startete am 1.5.2016 und wird nach Verlängerung 2023 enden. Sein Ziel ist, Flüchtlinge im Erzbistum Köln mit einer ehrenamtlichen Jobpatin oder einem Jobpaten zu unterstützen. Bis Mai 2019 waren schon über 340 solcher Jobpatenschaften entstanden, bis zum Projektende sollen es 550 werden.

30 dieser Jobpatenschaften wollen wir konzeptionell neu als „Peer-Jobpatenschaften“ gestalten, davon 15 gezielt ausgerichtet auf Frauen. Unter „Peers“ verstehen wir Menschen, die sich in ähnlichen Lebenssituationen befinden, etwa im Hinblick auf Alter, Familienstand oder Geschlecht. In Peer-Jobpatenschafen unterstützen beispielsweise junge deutsche Auszubildende junge geflüchtete Auszubildende, oder Mütter, die bereits Kindererziehung und Beruf vereinbaren, geflüchtete Mütter, die einen vergleichbaren Weg gehen wollen.

Johanna Schneider

Projektreferentin

Felicitas Esser

Projektreferentin

Diözesan-Caritasverband

Unterstützung bei der Jobsuche für Geflüchtete mit SinA

17. Juli 2020, 14:17

Corona bedeutet für die Jobsuche von Geflüchteten eine weitere Erschwernis. Das Projekt „SinA – Stark in Arbeit und Ausbildung“ hilft bei der Jobsuche!

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Infos für Flüchtlinge

  • Der syrische YouTube-Star Firas Alshater erklärt, wie Pflege in Deutschland funktioniert (Arabisch): YouTube-Link
  • Der syrische YouTube-Star Firas Alshater erklärt, wie Geflüchtete in Deutschland eine Ausbildung zum Altenpfleger machen können (Arabisch): YouTube-Link
  • Film „Was bedeutet Heimat?“ mit Renas Azadi: YouTube-Link

Links zur Arbeitsmarktintegration

Felicitas Esser

Projektreferentin

Diözesan-Caritasverband

Ausbildungsduldung

Um eine Ausbildung abzuschließen, können abgelehnte Asylbewerber für die Dauer der Ausbildung eine Duldung beantragen.

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