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Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln

„Ich passe in keine Schublade“ – Aktion für eine offene und vielfältige Gesellschaft

16.10.19 13:12
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Newsdesk/sam
„Ich passe in keine Schublade“ – Aktion für eine offene und vielfältige Gesellschaft (c) IN VIA

Mit einer ungewöhnlichen Aktion forderte der Katholische Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit Köln e.V., IN VIA, Ende September Passanten zur Überwindung von Vorurteilen gegenüber Menschen mit Fluchthintergrund auf. 

Am „Tag des Flüchtlings“ (27.9) errichteten die Initiatoren eine rund zwei Meter hohe Wand aus Schubladen in der Kölner Innenstadt. In den Schubladen waren Fotos von Menschen platziert, die darin scheinbar gefangen waren. Die Fotos hatte IN VIA zuvor mit geflüchteten Jugendlichen aus der Berufs- und Sprachvorbereitung sowie mit Frauen der Initiative Seelenkunst.Werk gestaltet. Zudem wurden in der Kölner Schildergasse Miniatur-Streichholzschubladen an Passanten verteilt. Diese waren vorher mit Kindern im Rahmen der Aktion gebastelt worden.

„Weg vom Schubladendenken“

Die Idee hinter der Aktion beschreibt IN VIA so: „Wir alle sind Menschen. Wir sind neugierig, lachen und essen gerne, wollen uns verlieben, einen guten Beruf erlernen und ein friedliches Leben im Kreise unserer Familien und Liebsten führen. Wir passen nicht in eine Schublade. Menschen mit Fluchthintergrund haben sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft gemacht. Das erfordert jede Menge Mut und Durchhaltevermögen. Das ist mehr als eine Schublade. Also weg vom Schubladendenken hin zur Anerkennung von Vielfalt und Einsatz gegen alle Formen der Diskriminierung.

Die Aktion „Raus aus dem Schubladendenken“ wurde von jungen Menschen der beruflichen Vorbereitung in Kooperation mit Bewohnerinnen aus dem integrativen Kölner Wohnprojekt St. Pantaleon hergestellt unterstütz von der Aktion Neue Nachbarn im Erzbistum Köln und der Aktion Mensch.