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Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln

Ronya Othmann liest aus ihrem Buch „Vierundsiebzig“

06.11.25, 11:10
  • Aktuelles
Aktion Neue Nachbarn

„Ich habe gesehen. Das Ich ist ein Zeuge. Es spricht, und doch hat es keine Sprache.“ Mit diesen Worten beschreibt Ronya Othmann den Kern ihres Schreibens: das Ringen um Ausdruck für das Unaussprechliche.

 

Am 8. Dezember war die vielfach ausgezeichnete Autorin Ronya Othmann im Katholisch-Sozialen Institut zu Gast und las aus ihrem Roman „Vierundsiebzig“, einer literarischen Auseinandersetzung mit dem Genozid an den Jesid/innen im Jahr 2014.

Mit einer klaren, dokumentarischen Sprache führte Ronya Othmann das Publikum an Orte der Zerstörung und Erinnerung: in zerstörte Dörfer, Flüchtlingscamps und Gerichtssäle.

Im anschließenden Gespräch, moderiert von Hilde Regeniter (Domradio), sprach die Autorin über Zeugenschaft und Identität.

Die Lesung wurde gemeinsam von Aktion Neue Nachbarn, Domradio und dem KSI veranstaltet. Im Anschluss lud ein kleiner Imbiss zum Austausch und zum persönlichen Gespräch ein.

vierundsiebzig-amazonaws.com (c) thalia.de

Weitere Videoabschnitte aus der Lesung:

 

Die Lesung wurde geleitet von Caroline Di Totto (Aktion Neue Nachbarn) und André Schröder (Katholisch-Soziales Institut) und moderiert von Hilde Regeniter (Domradio).

Kooperationspartner

Für ihren Roman "Vierundsiebzig" ist die Schriftstellerin Ronya Othmann in Leipzig ausgezeichnet worden. 

Mit Vierundsiebzig hat Ronya Othmann dem „Völkermord an der ethnisch-religiösen Minderheit der Jesiden im kurdischen Irak (2014) ein großes literarisches Denkmal gesetzt, das zugleich eine sehr persönliche Suche nach Herkunft und kultureller Identität ist, die wiederum zentrale Fragen unserer Gegenwart berührt.“ Andreas Platthaus, Juryvorsitz Erich-Loest-Preis