Unter der Einladung der Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), fand am 5. Mai 2026 in Würzburg der Katholische Flüchtlingsgipfel statt.
Beim 10. Katholischen Flüchtlingsgipfel diskutierten rund 150 Fachleute und Ehrenamtliche aus Kirche, Caritas, Wissenschaft und Recht über aktuelle Herausforderungen im Flüchtlingsschutz. Unter dem Leitwort „Auf sicherem Grund? Menschenrechte und Flüchtlingsschutz – politische Entwicklungen und kirchliche Handlungsansätze“ standen insbesondere die Situation junger Geflüchteter sowie die Verteidigung menschenrechtlicher Standards im Mittelpunkt.
Menschenrechte im Fokus: Zehnter Katholischer Flüchtlingsgipfel (dbk.de)
Das Projekt „Aufwind“ ist ein Trauma- und Sozialberatungsangebot für junge Zugewanderte zwischen 12 und 27 Jahren. Das Angebot der Katholischen Jugendagentur Köln vereint zwei grundlegende Unterstützungselemente: Die Traumaberatung durch eine auf Trauma spezialisierte Psychologin und die Sozialberatung durch eine auf Integration spezialisierte Fachkraft.
Caroline di Totto, Koordinatorin der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln, betonte die Verantwortung kirchlicher Akteure, Menschenwürde und Menschenrechte auch unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen entschlossen zu verteidigen. Auch Irene Porsch, Flüchtlingsbeauftragte der Caritas im Erzbistum Köln hob die Bedeutung konkreter Unterstützung vor Ort hervor. Menschenrechte müssten für Geflüchtete im Alltag erfahrbar werden – durch Schutz, Würde und echte Teilhabe.
Der Flüchtlingsgipfel machte deutlich: Die Unterstützung geflüchteter Menschen bleibt eine zentrale Aufgabe kirchlicher Arbeit. Die Aktion Neue Nachbarn zeigt, wie Teilhabe und konkrete Hilfe vor Ort gelingen können.