Mit der Aktion „Beim Namen nennen“ wird an Menschen erinnert, die auf der Flucht ihr Leben verloren haben. Die Initiative macht sichtbar, was oft unsichtbar bleibt: Hinter jeder Zahl steht ein Mensch mit einem Namen, einer Geschichte und einem Leben.
Zum Weltflüchtlingstag setzen zahlreiche Städte in Deutschland und der Schweiz ein Zeichen für Menschlichkeit, Erinnerung und die Wahrung der Menschenrechte. Die Aktion Neue Nachbarn beteiligt sich in diesem Jahr erstmalig in zwei Städten:
Samstag, 20. Juni 2026 | 11:00–14:00 Uhr
St. Remigiuskirche, Brüdergasse 8, Bonn
In der Kirche werden die Namen von Menschen verlesen, die auf der Flucht ums Leben gekommen sind. Persönliche Geschichten, Gebete, Gedichte und Musik schaffen Raum für Erinnerung und Gedenken. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, zuzuhören, Kerzen zu entzünden und gemeinsam ein Zeichen für Menschlichkeit zu setzen. Vor der Kirche stehen Engagierte aus Flüchtlingsinitiativen für Informationen und Gespräche zur Verfügung.
Freitag, 19. Juni bis Samstag, 20. Juni 2026
Eröffnung mit Mitmachaktion: Freitag, 19. Juni 2026 | 13:00–15:00 Uhr
Herz-Jesu Kirche, 53879 Euskirchen
Im Rahmen der Aktion werden die Namen von Menschen, die weltweit auf der Flucht gestorben sind, auf einer 3,60 Meter langen LED-Leiste sichtbar gemacht. Die fortlaufende Namensliste umfasst die im vergangenen Jahr dokumentierten Todesfälle auf Fluchtwegen. Viele Einträge nennen neben Namen auch Alter, Geschlecht, Herkunft und die Umstände des Todes. Kurze Informationen zur Aktion ergänzen die Installation. Ein Informationsplakat erläutert den Hintergrund des Projekts. Die Installation lädt dazu ein, innezuhalten, hinzuschauen und der Verstorbenen zu gedenken.